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aus
dem Parlament zum Clothianidin
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09.3318 Motion
Schutz der Bienen. Verbot des Nervengiftes Clothianidin
als Pflanzenschutzmittel.
Eingereichter
Text
Der Bundesrat wird beauftragt, die Zulassung von Clothianidin
als Pflanzenschutzmittel sofort zu sistieren und ein
langfristiges Verbot zu prüfen. Gleichzeitig sollen
neue Zulassungsrichtlinien und Methoden zur Bewertung
der Bienenungefährlichkeit von Pestiziden eingeführt
werden.
Begründung
Neuste Untersuchungen aus Italien zeigen, dass die massiven
Bienenvergiftungsfälle in unseren Nachbarländern
auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Saatgutbeizung
zurückzuführen sind. Besonders der Einsatz
des Stoffes Clothianidin kann auf Bienen und Bienenbrut
eine tödliche Wirkung haben. Für das Ökosystem
und die Landwirtschaft sind Bienen von grosser Bedeutung:
Sie bestäuben viele Kulturpflanzen wie Obstbäume
und Gemüsesorten und tragen so erheblich zum Emteerfolg
bei. 35 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion
hängen nach Angaben der Welternährungsorganisation
der Vereinten Nationen (FAO) von Bestäubern ab.
Deutschland und Italien haben nun den Einsatz dieses
Nervengiftes verboten. In der Schweiz ist Clothianidin
seit 2006 zugelassen.
In der Fragestunde vom 9. März 2009 hat der Bundesrat
auf meine Fragen zu einer Sistierung dieses Pflanzenschutzmittels
unter anderem geantwortet, dass durch strenge Auflagen
beim Austragen des mit Clothianidin behandelten Saatgutes
mit dem Einsatz von Deflektoren bei der Saat auf eine
Sistierung verzichtet werden kann. Es ist aber sehr
fraglich, ob diese kurzfristige Weisung von Mitte Januar
2009 noch vor der Maisaussaat von den Landwirten in
der Praxis umgesetzt werden kann. Auch ist völlig
unklar, wie sich dieses Nervengift im Boden anreichert
und ob es über die maschinelle Bodenbearbeitung
wieder als Staub freigesetzt wird.

. . . lesen die ganze Motion gleich hier, aus dem Parlament

online seit: 9.03.2009/
Parlament
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Informationen
über Clothianidin . . .
Wanderimker fahren den Stachel aus
In den umliegenden Ländern ist das Pflanzenschutzmittel
Clothianidin verboten, weil es im Verdacht steht, Bienen
zu schädigen. In der Schweiz ist das Mittel jedoch
erlaubt. Dagegen wehren sich die Wanderimker.
"Es
gibt neuere Untersuchen, die belegen, dass gewisse Pestizide
massive Auswirkungen auf den Organismus der Biene und
des Bienenvolkes haben, auch wenn sie nicht sofort zum
Tode führen", erklärt der Berufsimker
Jakob Künzle aus Oberhelfenschwil. Er verweist
dabei auf Forschungsarbeiten der Universität Gainsville/Florida,
wo zum Beispiel nachgewiesen wurde, dass Imidacloprid,
das Vorläuferprodukt von Clothianidin, die Entwicklung
von Bienenlarven hemmt. Und auf Untersuchungen von Prof.
Vincenzo Girolami von der Universität von Padua,
die aufzeigen, dass diese Stoffe in den Pflanzensaft
gelangen und dort von den Bienen aufgenommen werden
können. Und zwar in Konzentrationen, die für
Bienen tödlich sind.
Verbot Zulassung erneutes Verbot
Die neuen Erkenntnisse beunruhigen die Imker genauso
wie die alten Erfahrungen: Letztes Frühjahr verendeten
in Baden-Württemberg rund 11'500 Bienenvölker
von 700 Imkern, nachdem Clothiani- din-behandelter Mais
ausgesät wurde. Das deutsche Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen stellte damals fest, dass "eindeutig
davon auszugehen ist, dass hauptsächlich Clothianidin
für den Tod der Bienen verantwortlich ist".
Daraufhin wurde in Deutschland am 16. Mai 2008 die Zulassung
von Imidacloprid, Clothianidin und anderen Neonicotinoiden
ausgesetzt. Kurz darauf kam jedoch ein Untersuchungsbericht
des Landes Baden-Württemberg zum Schluss, dass
die Bienenschäden im deutschen Rheingraben primär
auf eine unsachgemässe Anwendung der Mittel und
eine Verkettung unglücklicher Umstände zurückzuführen
seien, dass es sich also um einen Unfall handle. Weil
auch ein bundesweites Bienenmonitoring keinen Zusammenhang
von Überwinterungsverlusten bei Bienen und dem
Einsatz von Neonicotinoiden ergab, wurden am 25.Juli
2008 die Mittel in Deutschland wieder zugelassen. Doch
die Imker protestierten erneut: Das erwähnte Bienenmonitoring
sei zu 50 Prozent von Bayer, BASF und Syngenta finanziert
und die neueren Untersuchungen bei der Zulassung der
Pestizide bisher nicht berücksichtigt. Sie erreichten,
dass am 9. Februar 2009 die Zulassung von Clothianidin
und Imidacloprid in Deutschland definitiv sistiert wurde,
weil "die Datenlage für eine sichere Bewertung
der Auswirkungen noch nicht ausreicht."

. . . lesen Sie den ganzen Bericht über: Clothianidin

online seit: 7.03.2009/
LID
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VDRB
über Clothianidin . . .
Druck gegen den Einsatz von Clothianidin
wird erhöht
Antrag um sofortige Aussetzung clothianidinhaltiger
Saatgutbeizmittel.
Während
Italien und Deutschland die Zulassung für das Saatbeizmittel
Clothianidin sistiert haben, ist das Bundesamt für
Landwirtschaft (BLW) immer noch der Ansicht, dass eine
solche Massnahme in der Schweiz unnötig und unverhältnismässig
sei.
Wenn wir unsere Umwelt im Allgemeinen und die Bienen
im Speziellen schützen wollen, so müssen wir
verhindern, dass für die Saat, welche in wenigen
Wochen in die Äcker gebracht wird, gebeiztes Saatgut
mit derart giftigen Substanzen verwendet wird.

. . . lesen Sie den ganzen Bericht beim: VDRB

online seit: 6.03.2009/
VDRB
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Bundesamt für Landwirtschaft BLW
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Saatbeizmittel - Zulassungen in der
Schweiz
Das Bienensterben im letzten Jahr in Süddeutschland
verursacht durch insektizide Saatgutbehandlungsmittel
hat auch das BLW veranlasst, die Bewilligungen der sich
in Diskussion befindlichen Produkte Cruiser, Poncho,
Gaucho und Mesurol zu überprüfen. Bei den
Wirkstoffen handelt es sich um Insektizide (Thiamethoxan,
Clothianidin, Imidacloprid und Methiocarb).
Bei
dem Ereignis im April/Mai 2008 in Süddeutschland
konnte das Julius Kühn-Institut, (JKI) in Deutschland
eindeutig den Nachweis erbringen, dass eine Vergiftung
der Bienen auf den Abrieb des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs
Clothianidin von Maissaatgut zurückzuführen
war. Das Ausmass des beobachteten Bienensterbens lässt
sich unter anderem dadurch begründen, das Clothianidin
in Süddeutschland zur systematischen Bekämpfung
des Maiswurzelbohrers verwendet wurde und dies
in 2,5-fach höherer Dosierung als in der Schweiz
zulässig.
Der Maiswurzelbohrer ist ein Schädling, der in
Europa erst seit einigen Jahren auftritt und gravierende
Schäden in Gebieten mit Mais-Monokulturen anrichtet.
In der Schweiz hält das verordnete Fruchtfolgesystem
diesen Schädling in Schach und begrenzt gleichzeitig
den Insektizideinsatz zur Behandlung von Saatmais.
Die Umstände, die zu diesem Bienensterben in Süddeutschland
führten, waren jedoch bedingt durch ein Zusammentreffen
mehrerer ungünstiger Faktoren. Es ist davon auszugehen,
dass das nachgewiesene Clothianidin von behandeltem
Maissaatgut stammt, beim dem der Wirkstoff nicht ausreichend
an den Körnern haftete, so dass es zu einem starken
Abrieb und Abdrift von Beizmittelstaub kam.

. . . lesen Sie den ganzen Bericht beim: BWL

online seit: 5.03.2009/
BWL
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die
neusten Schlagzeilen zum Bienensterben
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Nervengift tötet Bienen
Ein Pflanzenschutzmittel killt unsere Bienen. Der Hersteller
bestreitet dies. In Deutschland und Italien wurde es
verboten, nicht aber in der Schweiz.
Bedrohte
Bienen Seit der Zulassung von Clothianidin hat
in Europa das grosse Sterben begonnen.
Jetzt gibt es eine Erklärung fürs Bienensterben:
Schuld ist Clothianidin. Das Nervengift wird zum Schutz
von Pflanzen eingesetzt und wirkt äusserst heimtückisch.
Das hat Professor Vincenzo Girolami von der Universität
Padua (I) bewiesen.
Mit Clothianidin behandelte Maispflanzen scheiden Wasser
aus, worin das Nervengift enthalten ist. Wenn die Bienen
dieses «Guttationswasser» trinken, sterben
sie innerhalb von fünf Minuten.
«Das grosse Sterben hat in Europa exakt zu dem
Zeitpunkt begonnen, als Clothianidin zugelassen wurde»,
so Künzle. In der Schweiz ist dies seit 2006 der
Fall. Rund fünf bis zehn Prozent des Maissaatguts
sind hierzulande mit Clothianidin bearbeitet.
Ein besonderer Fall: Im vergangenen Jahr vergiftete
Clothianidin am Oberrhein in Deutschland 12000 Bienenvölker:
Weil das Nervengift nicht stark genug an den Maiskörnern
haftete, gelangte vergifteter Staub auf blühende
Pflanzen. Die Bienen verendeten nach dem Kontakt.

. . . lesen Sie gleich hier, die Sonntagsblick: Schlagzeilen

online seit: 15.02.2009/
Blick
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20
Minuten - über Chemi . . .
Bienengift bleibt weiterhin zugelassen
Am Oberrhein grassiert ein mysteriöses Bienensterben.
In Deutschland wurde nun die Anwendung des Insektizids
Clothianidin, das als Auslöser für das Bienensterben
gilt, gestoppt. In der Schweiz ist die Chemikalie weiterhin
zugelassen.
Für
Manfred Hederer, Präsident des Deutschen Berufs-
und Erwerbs-Imker-Bunds, ist absolut klar, worin die
Ursache des massiven Bienensterbens entlang des Oberrheins
liegt. «In allen bisher untersuchten Proben der
verendeten Bienen ist der Wirkstoff Clothianidin, ein
für Bienen und andere Insekten bereits in geringsten
Mengen tödliches Nervengift, gefunden worden»,
sagt er in einem Bericht von net-tribune.de. Einen Zusammenhang
zwischen dem Insektizid und dem Bienensterben zu verneinen
sei, «als ob man einer Leiche mit einem Messerstich
ins Herz den Tod durch einen Magen-Darm-Virus bescheinigt.»
Auch in der Schweiz ist Clothianidin als Produkt zum
Schutz des Saatguts zugelassen. «Im Rahmen eines
Bewilligungsverfahrens haben wir vor rund zwei Jahren
Clothianidin auf seine Umweltverträglichkeit hin
geprüft. Dabei wird jeweils auch getestet, ob die
Chemikalie ein Risiko für die Bienenvölker
darstellt. Wir sind zum Schluss gekommen, dass keine
Gefahr besteht. Sonst hätten wir das Produkt nicht
zugelassen», erklärt Olivier Félix,
Leiter Abteilung Produktionsmittel beim Bundesamt für
Landwirtschaft (BLW).

. . . lesen Sie gleich hier weiter, in 20 Minuten

online seit: 16.05.2008/
20
Minuten
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Antibiotika
Erster Europäischer Tag zur Information über
den richtigen Einsatz von Antibiotika.
Der unangemessene Einsatz von Antibiotika könnte
bei bestimmten bakteriellen Erkrankungen in eine therapeutische
Sackgasse führen. Um davor zu warnen, organisieren
die europäischen Gesundheitsbehörden heute
den ersten Europäischen Antibiotikatag, dem sich
auch die Schweiz angeschlossen.
Quelle:
news.admin
14.3kB - 17.11.2008
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Bienenvergiftungen durch Spritzmittel
In der Schweiz werden von den Imkerinnen und Imker pro
Jahr durchschnittlich 10 Bienenvergiftungen gemeldet.
Verschiedene Ursachen können in Frage kommen. Ein
direkter Zusammenhang mit den Pflanzenschutzmitteln
kann aber nicht in allen Fällen ermittelt werden.
Oft muss auch die Bienenpathologie (Varroa, etc.) und
fehlerhafte oder mangelnde imkerliche Massnahmen (Futtermangel,
etc.) als Ursache in Betracht gezogen werden. Will man
in Zukunft solche Schäden verhindern oder Schadenersatzforderung
stellen, so ist es wichtig, die Gründe ausfindig
zu machen, welche zur Vergiftung führten.
Quelle:
alp.admin
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Bienenvergiftung und «grünwaschende»
Bayer-Fernsehwerbung
Die Saatgutbeize der Firma Bayer hat in diesem Frühsommer
2008 eine massive Bienenvergiftung am Oberrhein ausgelöst.
Durch ein Pflanzenschutzmittel des Herstellers Bayer
CropScience sind mehrere tausend Bienenvölker in
der Rheinebene zwischen Lörrach und Rastatt abgetötet
worden. Insgesamt 700 Imker haben bis Anfang Juni Schadensmeldungen
bei den zuständigen Behörden eingereicht,
berichtet das Ministerium für Ernährung und
Ländlichen Raum Baden-Württemberg. Rund 11
500 Bienenvölker sind betroffen, das heisst: Sie
sind entweder ganz vernichtet oder teilweise dezimiert.
In der Zeit, in der das massenhafte Bienensterben stattfand,
gab es im ZDF häufig eine Fernsehwerbung der Firma
Bayer.
Bayer bedeutet laut dieser Fernsehwerbung: «Bessere
Umwelt, besserer Sex, besseres Leben.»
Quelle:
Zeit-Fragen
14.07.2008
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Aufstand der Schweizer Imker (Nachlese)

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat ein Insektizid
gegen Milben bei Honigbienen zugelassen - und sich damit
in ein Wespennest gesetzt.
Bienenzucht ist nicht immer ein Honigschlecken. Deshalb
klingt es grundsätzlich vielversprechend, dass
das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic ein
Insektizid zur Bekämpfung der gefürchteten
Varroamilbe zugelassen hat. Der aus Indien eingeschleppte
Parasit rafft jeden Winter anfällige Bienenvölker
dahin.
Allerdings: Das neue Medikament Checkmite hinterlässt
im Honig nachweislich Spuren. Zudem zeigen sich die
Bienen nach drei bis vier Jahren resistent. Deshalb
reichte der Verband der Deutschschweizer und rätoromanischen
Bienenfreunde (VDRB) bei der Rekurskommission Beschwerde
ein: Vorläufig kommt das Gift nicht in den Verkehr.
«Für Checkmite besteht überhaupt kein
Bedürfnis», erklärt Dieter Schürer,
Mitglied des VDRB-Zentralvorstands und als Hobbyimker
Herr über 20 Bienenvölker. Man könne
den Milben erfahrungsgemäss auch mit natürlich
vorkommenden Säuren zu Leibe rücken.
Stein des Anstosses ist der Wirkstoff Coumaphos. Diese
Art Nervengift kann selbst bei einer Dosierung im Toleranzbereich
das Wachs verunreinigen und im Honig Spuren hinterlassen.
Das Gift würde sich verbreiten !
Die Kettenreaktion ist programmiert: Die meisten Imker
lassen ausgedientes Bienenwachs an Sammelstellen zurückgehen.
Dort werden daraus neue Wachsmittelwände gegossen
und wieder an die Imker verkauft. Durch dieses Recyclingverfahren
würden auch Völker mit dem Insektizid in Kontakt
kommen, deren Besitzer bewusst die Finger von Chemie
lassen. Schürer schätzt, dass sich die Giftreste
in Wachs und Honig erst 20 Jahre nach Absetzen von Checkmite
auf das heutige Niveau zurückbilden würden.
Das sei ein «Verhältnisblödsinn».
Anton Imdorf von der eidgenössischen Forschungsanstalt
Agroscope Liebefeld-Posieux pflichtet bei. Der Projektleiter
Varroabekämpfung ist überzeugt: «Dieses
chemische Mittel braucht es nicht.» Sein Institut
hat alternative Strategien entwickelt, die die Reinheit
des Honigs nicht mindern: «Wir empfehlen, gezielt
bestimmte organische Säuren oder Thymol einzusetzen,
die sich in kleinen Dosen von Natur aus im Honig finden.»
Diese Methode hat bei 80 Prozent der Schweizer Imker
längst Schule gemacht.

Quelle:
Beobachter

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