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Apis Mellifera mellifera (Landrasse).
 

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Apis mellifera mellifera auch dunkle Bienen, Nigra Bienen oder Landrasse genannt. Diese Bienenkultur ist vom Aussterben bedroht und wird von vielen Bienenfreunden vermehrt wieder gehalten. Apis mellifera mellifera, Mellifera-mellifera, Landrasse, dunkle Bienen, Dunkle-Biene, Dunkle-Bienen, Schwarze Biene, schwarze-Bienen, Schwarzebie, Schwarzebienen, Nigra, Nigra-Bienen, Mellifica, Mellifica-Mellifica, Nordbiene, Nordbienen, Mellifera-Zucht, Mellifera-Züchter, Mellifera-Imker, Mellifera-Honig, Mellifera-Verein, Mellifera-Vereine, Mellifera-Verband, Verein, Vereine, Bienenfreunde, Mellifera-Freunde, Mellifera-Bienenfreunde. Adressen und Kontakte zu Mellifera-Imker und Mellifera-Königinnenzüchter,

Apis mellifera mellifera (Landrasse)



Die einheimische Dunkle Biene ist bedroht. Unermüdliche Bienenschützer unternehmen viel, damit sie sich wieder mit Drohnen ihrer eigenen Rasse vermehrt.

Nur vier bis fünf Tage ist eine Bienenkönigin «alt», wenn sie sich auf ihren Hochzeitsflug begibt. Auf der Suche nach einem «Prinzen» ist sie dabei nicht wählerisch, sondern schnappt sich gleich die erstbeste Drohne. Doch die Chance, auf eine Drohne der gleichen Rasse zu treffen, wurde in den letzten Jahren immer kleiner. Das hat den Bestand der in der Schweiz heimischen «Dunklen Biene» (lat. Apis mellifera mellifera) stark reduziert. Heute bestehen nur noch zehn Prozent der 150 000 Bienenvölker in der Deutschschweiz aus den traditionellen Schweizer Mellifera-Bienen.

Nun geben die Imker Gegensteuer: «Um den Bestand der gefährdeten Dunklen Biene wieder zu erhöhen, versuchen wir, die Zufälle zu unseren Gunsten zu lenken», sagt Balser Fried, leidenschaftlicher Imker und Präsident des Vereins der Schweizerischen Mellifera Bienenfreunde, VSMB. «Ursprünglich ist die Dunkle Biene seit der letzten Eiszeit in unserem Gebiet heimisch», sagt Fried, der auch für das Slow Food-Förderkreis-Projekt zum Schutz dieser Bienenrasse zuständig ist, das 2007 gemeinsam mit der Pro Specie Rara und Coop initiiert wurde. In den letzten Jahrzehnten wurde die Dunkle Biene zusehends durch fremde Rassen und die daraus entstandenen Mischlinge verdrängt. «Die ersten Kreuzungen mit der Dunklen Biene waren vorerst ertragreicher». Auch die frühere Trachtreife dieser Kreuzungen habe die Imker dazu verleitet, umzusteigen. Über die Jahre entstanden aber Bienen, die aggressiver und krankheitsanfälliger wurden und grössere Ertragsschwankungen aufwiesen als die Dunkle Biene.

Durch gezielte Auswahl wird heute eine gesunde, leistungsfähige und ruhige Dunkle Biene gezüchtet. Dies fördert auch ihre Akzeptanz unter Imkern. Um diese Zuchtziele zu erreichen, wurden in Hochtälern Bienenhäuser mit reinrassigen Drohnenvölkern eingerichtet. Auf solchen «Belegstationen» finden dann die gewünschten «rassentypischen Paarungen» statt. Die Imker bringen ihre jungen Königinnen (landesweit etwa 2500 Königinnen jährlich), die sich gerade in der Brunftzeit befinden, in speziellen Begattungskästchen zu diesen etwa 1200 bis 1800 Meter über Meer gelegenen Bienenhäusern. Nach der Begattung fliegt die Königin zu ihrem Volk zurück. «Diese gezielte Zusammenführung geschieht weit weg von Gebieten, die auch von anderen Rassen angeflogen werden», sagt Hanspeter Küng, Zuchtchef einer Belegstation im Schilstal SG, wo sich die Dunkle Biene seit jeher gut erhalten hat: Vom Walensee bis Graubünden wird ausschiesslich die Dunkle Biene gehalten. Dank weiteren fünf Belegstationen, die es in der Deutschschweiz gibt, kann die steigende Nachfrage an reinrassigen Dunklen Bienen gedeckt werden?

«Die Dunkle Biene ist über lange Sicht viel konstanter als andere Bienenrassen», hält Toni Linzberger fest, Bienenzuchtberater und Betreuer des Lehrbienenstands Sarganserländer Imker. «Und in ertragsarmen Jahren bringt die Mellifera sogar mehr Honig als andere Rassen nach Hause.» Um den nachhaltigen Fortbestand der Dunklen Biene zu gewährleisten, sollten sich alle Imker einer Region darauf einigen, ausschliesslich die Dunkle Biene zu halten – darin sind sich alle Experten einig. Das Glarnerland ging mit positivem Beispiel voran: Hier wurde bereits 1978 die Einfuhr fremder Bienenrassen gesetzlich verboten und so das erste Schweizer Schutzgebiet für die einheimische Dunkle Biene gegründet. Ein weiteres Beispiel ist auch das Münstertal: Im Jahr 2006 beschlossen die einheimischen Imker, nur noch Stöcke mit Mellifera-Bienen zu halten.

Dunkle Bienen
Aufgrund ihrer prägnanten Färbung, die der hiesigen Alpenbiene den Zusatznamen «Nigra» gab, erhielt diese Bienenrasse ihren Namen. Sie hat keine gelben Streifen auf ihrem Körper, die hellen Filzbinden auf den Rückenschuppen sind sehr schmal. Sie lebt nördlich der Alpen und ist schon seit Jahrtausenden in der Schweiz heimisch. Die Dunkle Biene ist eine fleissige, anpassungsfähige Rasse. Sie fliegt auch bei niedrigen Temperaturen, befruchtet eine Vielzahl von wilden, in der Höhe wachsenden Pflanzenarten, überwintert gut und ist zahm. Nur wenn die genetische Vielfalt der Bienen gewahrt bleibt, wird auch der Mensch in Zukunft gesunden Honig essen können und die Gewissheit haben, dass Obstbäume und andere Pflanzen zuverlässig bestäubt werden. Die Züchter der Dunklen Biene fordern den Bestandsschutz und die Erweiterung von Populationen an reinrassigen Dunklen Bienen. Dafür sind grosse Schutzzonen, wie beispielsweise im Glarnerland, nötig. So lässt sich auch das Risiko von Kreuzungen unterschiedlicher Rassen verringern.

Quelle: Coopzeitung



einige anerkannte Belegstellen, für Apis Mellifera-mellifera (Landrasse)



A Belegstationen:

- M01 Krauchtal - ZH
- M02 Schwarzi Flue - BE
- M03 Säntis - AR
- M04 Gletsch - VS
- M05 Rothbach - LU



B Belegstationen:

- M21 Pfannenstiel - ZH
- M23 Beret - BE
- M39 Valzeina - Gr
- M40 Münstertal - GR
- M41 Stierenberg - AG



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