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Verschiedene Schädlinge können grosse Schäden an den Bienenvölker oder am eingelagerten Bienenmaterial verursachen. Für die Imkerinnen und Imker können die finanziellen Verluste sehr gross sein oder wie im Falle des kleinen Beutenkäfers im Süden der USA sogar die ganze imkerliche Existenz bedrohen.

Die Wachsmotte ist ein Nachtfalter, deren Larven sich von Bienenwaben und deren Inhalte ernähren. Sie bohren sich durch das Wachs und zerstören dadurch die Waben. Um solche Verluste zu vermeiden, muss die Wachsmotte in den Wabenlagern bekämpft werden. Es gibt verschiedene Bekämpfungsmethoden. Die Broschüre „Schutz der Waben vor Wachsmotten“ gibt einen guten Überblick über die Biologie, das Vorbeugen und die Bekämpfung dieses Schädlings.

Der Kleine Beutenkäfer, Aethina tumida, ist ein Parasit von Völkern sozialer Bienen und in Afrika südlich der Sahara beheimatet. Der Käfer ist zu einer invasiven Art geworden und wurde seit 1996 in verschiedenen Ländern gefunden. In den USA und in Australien hat er Populationen etabliert und kann dort massive Schäden an Honigbienenvölkern verursachen. Inzwischen wurden in der EU und in der Schweiz die Bienenimporte aus den befallenen Gebieten gestoppt.

Die konventionelle Bekämpfung des Käfers erfolgt über Chemikalien im Boden und in den Völkern. Dies birgt Risiken, wie z.B. Resistenzen des Käfers, Kontaminierung der Bienenprodukte und nicht erwünschte Effekte auf Bienen und andere Nicht-Ziel-Organismen. Von daher ist eine Bekämpfung des Käfers mit alternativen Ansätzen wünschenswert, analog zur Bekämpfung der Varroa Milbe (z.B. mit Säuren). Erste Ergebnisse sind vielversprechend, benötigen aber noch weiterführende Experimente, bevor sie in die imkerliche Praxis umgesetzt werden können.


Mitbewohner der Bienenvölker


In und um Bienenkästen (Bienenbeuten) leben viele Insekten und andere Tiere, die den Bienen keinen oder nur geringen Schaden zufügen. In der Natur erfüllen sie alle wichtigen Funktionen.


Asseln und Silberfischen


Asseln und Silberfischchen sind Feutigkeitsanzeiger.
Das Silberfischchen (Lepisma saccharina) ist ein flinkes, lichtscheues und flügelloses Insekt, das seinen Namen durch seinen silbergrauen, stromlinienförmigen Körper bekam. Auf die Vorliebe für Kohlenhydrate wie Zucker oder Stärke gehen der wissenschaftliche Name und die Bezeichnung Zuckergast zurück.


Ohrwürmer


Ohrwürmer sind harmlos. Sie fressen Läuse auf Obstbäume und machmal abends ernähren sie sich von toten herumliegenden Bienen.


Spinnen


Spinnen verursachen keinen bedeutenden Bienenverlust und fangen auch Wachsmotten-Falter ab.


Pollenmilben


Pollenmilben ernähren sich von Pollen, der auf den Boden fällt. Auf unbesetzten Pollenwaben können sie Pollenpfropfen zu leicht zerstäubendem Mehl zersetzen.


Speckkäfer


Speckkäfer zernagen alte Waben auf der Suche nach Pollen. Im Bienenhaus fressen sie herumliegende tote Bienen. Die Käfer werden ein bis 10 Millimeter lang und haben meist einen kompakten und rundlich, ovalen Körperbau. Sie unterscheiden sich äusserlich innerhalb der einzelnen Gattungen stark. Meist haben sie eine braune oder schwarze Grundfarbe, die bei manchen Arten mit roten, braunen oder gelben Flecken oder mit einer farbigen, durch Schuppen oder Haare ausgebildeten Binden- oder Fleckzeichnung auf den Deckflügeln ergänzt wird. Ihre Oberseite ist entweder glatt, beschuppt oder behaart.

  Speckkäfer

Totenkopfschwärmer


Totenkopfschwärmer tragen eine totenkopfähnliche Zeichnung auf dem Rücken und sind nachtaktive, seltene Honigdiebe. Sie sind die grössten mitteleuropäischen Schmetterlinge und wandern alljährlich aus ihrer Heimat im tropischen Afrika nach Mitteleuropa ein. Dank eines Gemischs von fettsäuren auf der Chitinhaut werden sie von den Bienen nicht als "Fremdkörper" erkannt, wenn sie auf den Waben Honig saugen.

  Totenkopfschwärmer

Grosse Wachsmotte


Die Grosse Wachsmotte (Galleria mellonella) ist ein kleiner Schmetterling (Kleinschmetterling). Sie gehört zur Unterfamilie der Wachsmotten (Galleriinae) und damit zur Familie der Zünsler . Tagsüber sind die Falter inaktiv, man findet sie häufig unter Bienenstöcken. Sie fliegen vor allem in der Dämmerung und nachts, wobei sie an künstlichen Lichtquellen oder an zuckerhaltigen Ködern angetroffen werden können. Die Falterweibchen legen ihre Eier in Bienenstöcken ab. Die jungen Raupen ernähren sich vom Bodenmull. Später leben sie gesellig in einem Gespinst und fressen an den Waben. Sie ernähren sich vor allem von Pollenresten und von Bienenwachs. Der Schaden für den Imker besteht zum einen, dass Wachs gefressen wird und zum anderen, dass die Puppen der Bienen versponnen werden. Die ausgewachsenen Larven verpuppen sich in einem weissen, spindelförmigen Kokon in der Wabe.
Wachsmotten werden auch für die Fischerei als Köder gezüchtet.

  Grosse Wachsmotte
Wachsmotten-Bekämpfung:
Wachsmottenbekämpfung im Wabenschrank ist die einfachste und natürlichste mit der Kulturpflanze Hanf. Legen Sie einen Ast der Hanfpflanze unten auf den Boden des Wabenschrankes. Fertig.

Bienenläuse


Bienenläuse (Braula coeca) sind flügellose Fliegen, die in Europa im Zuge der Varroa-Bekämpfung selten geworden ist. Sie nehmen von der Zunge der Biene Nahrung auf.
Bienenköniginnen können durch starken Lausbefall beim Eierlegen behindert werden. Die Frassgänge der Bienenlaus-Larven sind auf verdeckelten Futterzellen als feine, weisse Striche erkennbar
.

  Bienenlaus

Wespen


Wespen sind an Honig und an toten Bienen interessiert, besonders nacht der Tracht. Auch Hornissen können aufsässige Eindringlinge sein, werden aber am Flugloch abgewehrt und richten kaum Schaden an.

  Wespe

Bienenwölfe


Die Bienenwölfe sind Grabwespen, die selten geworden sind. Um seine Brut zu ernähren, jagt der Bienenwolf Bienen, die er mit einem Stich lähmt.

  Bienenwolf

Ameise - Ameisen


Ameisen sind am Honig interessiert und profitieren von der Wärme zwischen den Bienenkästen.

  Ameise

Vögel


Vögel können Bienen am Flugloch abfangen.
Selten beschädigen Spechte Magazin-Beuten oder Schweizer Bienenkäste
.

  Vogel

Mäuse, Spitzmäuse, Siebebschläfer


Mäuse, Spitzmäuse und Siebenschläfer flüchten sich besonders im Winter in den warmen Bienenstock. Ihre Anwesenheit beunruhigt das Bienenvolk. Spitzmäuse sind ausserdem Insektenfresser und fressen auch Bienen.

  Mäuse

Varroa - Varroamilben


Varroa destructor (Varroa Jacobsoni)
Die Varroamilbe macht den Imkern seit ca. 25 Jahren das Leben schwer.
Die Varroamilben saugen das Blut der Bienen, übertragen Krankheiten, schwächen die Bienenvölker und können ganze Bienenstöcke zum sterben bringen. Die Varroabehandlung ist heutzutage ein Muss, jedoch auch Stress für die Bienen und Imker
.

  Varroa auf Biene

Kleiner Bienenbeutenkäfer


Kleine Beutekäfer (Aethina tumida) ernähren sich in den Tropen von faulenden Früchte und wurden nach Nordamerika verschleppt. Sie fressen Honig, Waben und Bienen und verkoten die Beute. Da sie am Boden unter dem Bienenstand überwintern, sind sie auch eine Gefahr für extensive Bienenstände in nördlichen Gebieten. Der Käfer ist ungefähr 7 mm lang. Erdringt zur Eiablage in die Völker ein. Die Larve frisst sich in Bienenvölker satt und verpuppt sich im Boden.

  Kleiner Beutekäfer
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