|

Im Winter brauchen die Völker uns Imker nur selten.
Die Bienen sitzen ruhig im Kasten, dicht zusammengedrängt
in der "Wintertraube", sie zehren von den
Vorräten und wärmen sich gegenseitig. Je weniger
sie gestört werden, desto weniger verbrauchen sie
von ihren Vorräten, umso besser kommen sie durch
den kalten Winter. Wir müssen uns also nur um die
äusseren Bedingungen kümmern.
Ausschliesslich 1 max. 2 Varroabehandlung
können im Dezember erfolgen, wenn die Völker
brutfrei sind. Zu dieser Jahreszeit empfiehlt es sich
eine, Oxalsäure-Behandlung
und keinesfalls die Ameisensäure-Behandlung.
Danach benötigen die Bienenstöcke absolute
Winterruhe. Im
Winter kommen die Bienen
ohne uns Imker zurecht.
Wer schon einmal während einer Frostperiode ein
Bienenvolk geöffnet hat, der wird mit Erstaunen
feststellen, dass die Beutenwände innen wie mit
einer Tapete aus Eisblumen überzogen sind. Das
ist ganz normal, denn die Bienentraube ist eine in sich
geschlossene Kugel mit einer konstanten Hautbienentemperatur
von 10°C. Kühlt die Umgebungsluft ab, so entsteht
ein Wasserüberschuss, der sich dann in Form von
Eisblumen an den Beutenwänden niederschlägt.
Im Winter erstickte Völker erkennt man daran, dass
die Bienen nicht so wie im Sommer verbrausen, sondern
ganz normal und trocken zwischen den Waben hängen,
auch teilweise am Bodenbrett liegen. Bemerkt man es
nicht gleich und kommt erst nach einem Tauwetter zum
Bienenstand, wundert man sich über solche eingegangenen
Völker. Bei Tauwetter schmilzt das Flugloch frei
und durch die nun fehlende Wärme eines lebenden
Volkes entsteht kein Niederschlag mehr, so dass die
Luft in der Beute sehr schnell trocknen kann. Deshalb
sollten die Fluglöcher in den Wintermonaten auf
Sommergrösse erweitert werden, sodass keine Spitzmäuse
eindringen können. Schutz mit Mäusegitter
kann von Vorteil sein.
Die
Imker-Werkstatt wird nun häufiger aufgesucht -
das Imkerleben erwacht zu neuen Taten. Unsere Bienen
stört das noch wenig, vorausgesetzt, sie wurden
gut eingewintert.

|